Wanda Hoesch vom Institut français in Stuttgart spricht mit dem Autor über sein Werk. Barbara Knittel, ebenfalls vom Institut français, liest die deutschen Texte. Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Stadtbücherei mit dem Institut français de Stuttgart. Der Eintritt ist frei.
Der neueste Roman „Paris-Brest“ des französischen Autors erzählt die Geschichte des Schriftstellers Louis und seiner Familie. Nachdem die Großmutter eine millionenschwere Erbschaft gemacht hat, wird Louis von seiner misstrauischen Mutter beauftragt, in das gleiche Haus wie seine Großmutter zu ziehen, um dort aufzupassen. Nun ist Louis hin- und hergerissen zwischen seinem Gehorsam und dem Wunsch, sich der vergifteten Atmosphäre zu entziehen, und geht immer mehr auf Distanz zu seiner Familie.
Tanguy Viel wurde 1973 in Brest geboren, mit 24 Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman „Le Black Note“. Schon im Debütroman beeindruckte sein filigraner und nahezu filmischer Stil. Es folgten bis heute sechs weitere Romane, von denen zwei beim Wagenbach Verlag ins Deutsche übersetzt wurden: 2009 erschien in deutscher Übersetzung Viels Gangsterroman „Das absolut perfekte Verbrechen“ (LAbsolue perfection du crime, Paris 2001, Éditions de Minuit) und 2007 „Unverdächtig“ (Insoupçonnable, Paris 2006, Éditions de Minuit). Auch „Paris-Brest“ ist 2009 in der Pariser Éditions de Minuit erschienen.


