Stadtverwaltung Ruhestörungen während der Fußballweltmeisterschaft vermeiden Von Freitag, 11. Juni, bis Sonntag, 11. Juli, findet die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika statt.
Ebenso wie bei der WM 2006 ist zu erwarten, dass König Fußball wieder zum geselligen Ereignis wird und Fußballfans im gesamten Stadtgebiet in Gaststätten und Biergärten, auf Straßen- und Vereinsfesten, aber auch spontan in der Nachbarschaft zusammentreffen, um die Spiele gemeinsam mit anderen anzuschauen und gemeinsam zu feiern.
Gaststättenbetriebe und Veranstalter von Straßen- und Vereinsfesten haben jedoch die festgelegten Betriebs- und Sperrzeiten sowie die allgemeine Nachtruhe ab 22 Uhr zu beachten. Auch das Verbot von Außenbeschallungen, also das Verbot, Spiele über Lautsprecher nach außen zu übertragen oder Personen mit Musikübertragungen auf eine Gaststätte aufmerksam zu machen, gilt während der Fußball-Weltmeisterschaft uneingeschränkt. Die von der Bundesregierung beschlossene Ausnahmeregelung für „Public Viewings“ stellt ebenfalls keinen Freibrief für Lärm und Krach dar.
Die Verordnung ermöglicht es den Ordnungsbehörden lediglich, im Einzelfall und in engen Grenzen Ausnahmen für die Übertragung der WM-Spiele zu erlauben. Für ein Rahmenprogramm oder Musikbeschallung gilt sie nicht. Ob eine Genehmigung möglich ist, hängt dabei insbesondere von den örtlichen Verhältnissen ab. Das Amt für öffentliche Ordnung weist darauf hin, dass während einer Spielübertragung Lärmwerte von 90 dB(A), dies entspricht beinahe der Lautstärke eines Presslufthammers, und mehr erreicht werden können. Damit werde klar, welche besondere Bedeutung insbesondere den Belangen der Anwohnerschaft (Nachtruhe) zukommt.
Bei privaten Festen ist zu beachten, dass auch während der Fußball-Weltmeisterschaft die allgemeinen Regeln über die Nachtruhe und das Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme gelten und es keine Ausnahmeregelungen gibt. Wer feiern will, sollte deshalb zum einen seine Nachbarn rechtzeitig informieren und zum anderen darauf achten, dass keine unzumutbaren Lärmbelästigungen für die Anwohner und Nachbarn entstehen.
Sicherlich haben die meisten Nachbarn dafür Verständnis, wenn es aus Anlass eines Spiels im Einzelfall einmal etwas lauter werden sollte. Wer allerdings die Nachtruhe der Nachbarn wiederholt oder erheblich stört, muss auch während der Fußball-Weltmeisterschaft damit rechnen, dass die Betroffenen die Polizei rufen, die dann die Störungen unterbindet.
In der Innenstadt sind darüber hinaus auch Autokorsos zu erwarten. Dabei lassen sich Störungen, auch für den Straßenverkehr, nicht immer vermeiden. Das Amt für öffentliche Ordnung und das Polizeipräsidium Stuttgart werden jedoch alles tun, um die Störungen so gering wie möglich zu halten.