Partner für Sicherheit – Präventionsbericht 2009 vorgestellt
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster hat heute drei Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung mit dem neuen Preis „Partner für Sicherheit“ ausgezeichnet. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr erstmals vergeben. Die Landeshauptstadt würdigt damit vorbildliche Projekte aus der Bürgerschaft für ihre erfolgreiche Arbeit in der Kriminalitätsvorbeugung. Die Preisgelder hat der Stuttgarter Konzern Wüstenrot & Württembergische gestiftet. Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch der Präventionsbericht 2009 vorgestellt.
Aus insgesamt 66 eingereichten und vorgeschlagenen Projekten mit mehr als einhundert Projektpartnern hat die Jury unter Vorsitz des Oberbürgermeisters drei Preisträger ausgewählt. Der erste Platz, dotiert mit 3.000 Euro, ging an „Freunde schaffen Erfolg“ unter der Leitung des Caritasverband für Stuttgart e.V., Jugend- und Familienhilfe. Den zweiten Platz mit 2.000 Euro errang die Rilke-Real-Schule Zuffenhausen mit ihrem Projekt „Ehrenamtliche Bahnhofspatenschaft Zuffenhausen“. Den dritten Platz mit 1.000 Euro erhielt die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. für „Fit in den Job“. Zusätzlich wurden drei Projekte für eine besondere Initiative in der Stuttgarter Sicherheitsarbeit ausgezeichnet: das „Anti-Stresser-Programm“ von der Schulsozialarbeit Wilhelmsschule Stuttgart-Wangen, das Programm „PengA – Perspektiven nach gemeinnütziger Arbeit“ der Gemeinnützigen Gesellschaft für Schulung und berufliche Reintegration mbH und das Projekt „Nightwatch – Aktion für ein sicheres Nachtleben in Stuttgart“ der Agentur Buchanan
OB Schuster: „Mit der heutigen Preisverleihung wollen wir den Akteuren der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft aus über 100 Organisationen und unzähligen Ehrenamtlichen für ihre nachhaltige Sicherheitsarbeit danken. Mit ihrer professionellen Arbeit im Dienste der Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt leisten sie einen wichtigen Beitrag, damit Stuttgart weiterhin zu den sichersten Großstädten in Deutschland gehört.“
Die Preisverleihung eröffnete der Schauspieler Karl Kranzkowski, der den Leitenden Kriminaldirektor Michael Kaiser in der ZDF-Serie „Soko Stuttgart“ spielt.
Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch der Präventionsbericht 2009 durch den Polizeipräsidenten Siegfried Stumpf vorgestellt. Der jährlich erscheinende Präventionsbericht informiert zum zwölften Mal über die Struktur und den Standard der Sicherheitsarbeit in der Landeshauptstadt. Exemplarisch für die breit gefächerte Arbeit der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft zwischen Bürgern, Polizei und Stadtverwaltung listet der Bericht 53 Projekte und Maßnahmen auf. Die Dokumentation der erfolgreichen Arbeit der Partner soll zur Beteiligung an der Kriminalitätsvorbeugung motivieren.
Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung: „Im vergangenen Jahr konnten wir erstmals den Präventionsbericht durch eine Ausstellung ergänzen, die u.a. sechs Wochen im Treffpunkt Rotebühlplatz zu sehen war und der Bevölkerung einen sehr anschaulichen Einblick in die Arbeit unserer Sicherheitspartnerschaft gegeben hat. Das Interesse an dieser Ausstellung und die damit einhergehende starke Nachfrage nach gedruckten Exemplaren des Präventionsberichts bekräftigten uns in dem Entschluss auch dieses Jahr die Projekte aus dem Präventionsbericht in Form von Plakaten zu zeigen. Jedes dieser Projekte hätte einen Preis verdient, jedenfalls höchste Anerkennung für die komplexe und engagierte Arbeit!“ Schairer weiter: „Wir freuen uns sehr, dass die Wüstenrot & Württembergische AG bereit war, als Exklusivsponsor die Auszeichnungen finanziell zu unterstützen. Ohne dieses Engagement wäre es nicht möglich gewesen, den ’Partner für Sicherheit’-Preis zu verleihen."
Für den Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische AG stellt mit der finanziellen Unterstützung der Preisverleihung unternehmerisches Handeln in den Dienst gesellschaftlicher Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland: „Unser partnerschaftliches Verständnis bezieht sich natürlich besonders auf das lokale Umfeld unseres Hauptsitzes. Daher freue ich mich sehr, zusammen mit der Stadt Stuttgart der bürgerschaftlichen Arbeit in der Kriminalprävention durch die Auslobung des Präventionspreises noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen.“
Polizeipräsident Siegfried Stumpf: „Die Vielzahl der beteiligten Partner bei den 53 Projekten im Präventionsbericht 2009 macht deutlich, dass in Stuttgart die Philosophie einer kommunalen Kriminalprävention, nämlich die breite Vernetzung unterschiedlichster Partner, mit Leben erfüllt ist. Unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten unterstützen mit ihrem Fachwissen die vielfältige Sicherheitsarbeit vor Ort, sind verlässlicher Ansprechpartner und Ratgeber im breiten Spektrum der Präventionslandschaft.“
Claudia Diem, Vorsitzende des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart e.V.: „Wir unterstützen jährlich eine Reihe von Projekten. Im vergangenen Jahr haben wir bereits zum zwölften Mal die Aktionswochen ’Let’s putz Stuttgart’ mit Erfolg durchgeführt und die siegreichen Stadtbezirke mit Preisgeldern auszeichnen können. Außerdem konnten wir für die Bürgeraktion ’Gute Fee’, die für Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren konzipiert wurde, weitere Aktionspartner und damit verlässliche Ansprechpartner für Kinder in Notsituationen gewinnen. Aktuell sind beim Förderverein insgesamt 1108 Aktionspartner registriert, die sich auf alle Stuttgarter Stadtbezirke verteilen. Darüber hinaus widmen wir uns den Themen rund um die Verkehrserziehung und unterstützen Projekte und Maßnahmen, die zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr beitragen.“
Der Präventionsbericht 2009 ist ab sofort kostenlos an der Infothek im Stuttgarter Rathaus oder unter www.stuttgart.de/kriminalpraevention erhältlich. Er bietet neben den Informationen über die Sicherheitsarbeit in Stuttgart ein aktuelles Verzeichnis der Ansprechpartner.
Die Ausstellung im 1. und 2. Obergeschoss des Rathauses präsentiert noch bis 9. Juni die Projekte des Präventionsberichtes und wird danach in den Räumen der Wüstenrot & Württembergische AG zu sehen sein.