Kommunale Betriebe sichern die Daseinsvorsorge und orientieren sich dabei an dem Grundsatz, Leistungen in gleich bleibend hoher Qualität, flächendeckend und zuverlässig allen Bürgerinnen und Bürgern sozial gerecht und ohne Diskriminierung zur Verfügung zu stellen. Dabei verfolgt die öffentliche Hand keine kurzfristigen Gewinninteressen, sondern sichert die Lebensgrundlagen für alle und gewährleistet so die hohen Standards. Die Grundversorgung der Bevölkerung gehört somit zum Kernbereich der kommunalen Selbstverwaltung. Mit der Gemeinwohlverpflichtung ist die kommunale Daseinsvorsorge zu einer wichtigen und verlässlichen Säule unserer Gesellschaft geworden.
Die Aufgaben des städtischen Eigenbetriebs AWS Abfallwirtschaft Stuttgart beschränken sich dabei nicht nur
auf die Entsorgung von Haus- und Gewerbeabfall sowie
die Logistikdienstleistungen Sammlung und Transport von Altpapier, Bioabfall, Grüngut, Problemstoffen und Sperrmüll einschließlich der Vermarktung der Wertstoffe.
Zur Dienstleistungspalette gehören zudem
Beratung zur ordnungsgemäßen Erfassung von Abfällen und Wertstoffen,
Betrieb inklusive Planung und Nachsorge städtischer Deponien,
Planung, Errichtung und der Betrieb von Wertstoffhöfen,
Straßenreinigung und der Winterdienst,
Betrieb und die Unterhaltung der öffentlichen Toilettenanlagen,
Betrieb und die Verwaltung des städtischen Fuhrparks sowie Vergabe von Fahrleistungen (ohne Fuhrpark der Branddirektion),
Ausführung/ Unterhaltung der Einrichtungen zur Verkehrsorientierung sowie
Fahnenverleih.
„Geprüfter Entsorgungsfachbetrieb“
Seit zwölf Jahren lässt der Eigenbetrieb AWS seine abfallwirtschaftlichen Serviceleistungen im Kerngeschäft der Restabfall- und Wertstoffabfuhr und allen Wertstoffhöfen sowie in den Bereichen Deponie, Sperrmüllabfuhr, Problemstoffsammlung und Containerabfuhr von den Sachverständigen der
ZER-QMS GmbH (Zertifizierungsstelle Qualitäts- und Umweltgutachter) begutachten und zertifizieren, um vor allem mehr Transparenz durch festgelegte Standards zu gewährleisten, die innerbetrieblichen Prozesse kontinuierlich zu verbessern und seine Dienstleistungen stetig zu optimieren.
Das Zertifikat „geprüfter Entsorgungsfachbetrieb“ bestätigt dem Eigenbetrieb AWS in allen Bereichen durchweg zuverlässige Dienstleistungen, sachkundiges und qualifiziertes Personal, eine gute Dokumentation und damit Nachweisführung. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: „Die Abfallentsorgung in Stuttgart ist sehr gut organisiert, verfügt über einen ausgezeichneten Service und hat einen hohen Leistungsstandard.“
Um den hohen Qualitätsansprüchen der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger bei allen Aufgaben gerecht zu werden, hat, laut Aussage von Technikbürgermeister Dirk Thürnau, der Eigenbetrieb AWS sein Dienstleistungsspektrum in den vergangenen Jahren immer mehr an den Wünschen seiner Kunden ausgerichtet.
Gebühren sinken
Dazu gehören das Kundenservice-Center, in dem täglich zwischen 400 und
500 Anrufe eingehen, sowie das neu eingeführte Bestellsystem bei der Sperrmüll- und Grüngutsammlung. Auch die Wertstoffhöfe sowie ein mobiler Einsatztrupp, der wilde Müllablagerungen beseitigt, zählen dazu. Außerdem konnte der Eigenbetrieb AWS dank des technischen Fortschritts im Abfallkalender 2010 erstmals einen objektbezogenen Abfuhrterminplan integrieren und damit einen immer wieder an ihn herangetragenen Wunsch erfüllen. Stärker am Bedarf orientiert sich zukünftig auch die Grüngutsammlung. Während diese kostenlose Serviceleistung bisher durchgehend in der Zeit von November bis April in Anspruch genommen werden konnte, wird diese ab 2011 in den Monaten März bis Mai und September bis November angeboten.
Erfreuliches gibt es im Zusammenhang mit den Restabfallgebühren zu berichten, die nach derzeitigem Stand 2011 wie bereits in den Jahren 2008 und 2009 gesenkt werden können, so Technikbürgermeister Dirk Thürnau. Davon betroffen ist auch der Biomüllbehälter; er wird ab November 2010 zukünftig in den Monaten November bis April von wöchentlich auf 14-täglich umgestellt.
Kommunaler Service in Orange
Den Erfolg verdankt der Eigenbetrieb AWS nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei Wind und Wetter täglich zirka
20.000 Wertstoff- und Abfallbehälter sowie mehrmals wöchentlich zirka 5.000 Papierkörbe leeren, Kilometer weise öffentliche Straßen und Gehwege reinigen, alles zum Wohle der Stadt und deren Bewohner, so der Geschäftsführer des Eigenbetriebs AWS, Dr. Thomas Heß. Auf die Frauen und Männer der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) ist Verlass.
Leider entspricht das aber nicht der Außenwirkung des Eigenbetriebs AWS, dem vor allem dann Beachtung geschenkt wird, wenn etwas nicht klappt beziehungsweise nicht optimal läuft oder nur subjektiv betrachtet „schief läuft“, Beispiel: Winterdienst 2009/2010. Mancher Bürger mag da den AWS vor der eigenen Haustür vermisst haben, aber Vorrang haben immer die verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen, Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für öffentlichen Personennahverkehr, Zufahrten für Notaufnahme in Krankenhäusern – erst wenn diese verkehrssicher sind und es die Witterung zulässt, folgen die wichtigen Verbindungsstraßen zu Hauptverkehrsstraßen, Wohnsammelstraßen, sogenannte „steile“ Wohnstraßen (Steigung/Gefälle größer als fünf Prozent). Obwohl gesetzlich nicht gefordert, hält der Eigenbetrieb AWS übrigens seinen Winterdienst rund um die Uhr aufrecht und das trotz sinkender Finanzmittel.
Flexibel sind die AWS-Mitarbeiter allemal. Immer wieder wird ihnen gute Arbeit bescheinigt. Darauf macht der Eigenbetrieb AWS jetzt aufmerksam und startet eine Werbeaktion, die er gemeinsam mit der Abteilung Kommunikation der Stadt erarbeitet hat. Mit der Botschaft „Ich mag die Orangen“ soll auf sympathische Weise Aufmerksamkeit erregt werden. Sie will erreichen, dass er überhaupt als zuverlässiger städtischer Dienstleister wahrgenommen und seine Arbeit geschätzt wird. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Respekt, Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit im Dienste Stuttgarts und seiner Bürgerinnen und Bürger“, lobt Technikbürgermeister Dirk Thürnau.
Ausgangspunkt war die Farbe Orange oder genauer gesagt das kommunale Orange, das die fußballbegeisterten Niederländer bei der Weltmeisterschaft 2006 so in Entzücken versetzte, dass es spontan zu Verbrüderungsszenen mit den AWS-Beschäftigten kam.
„Ich mag die Orangen“, lautet die Botschaft, die künftig um Sympathie für die Frauen und Männer im grellen Overall und ihre nützlichen und wichtigen Tätigkeiten wirbt. Da sich das Obst Orangen und die Orangen im Sinne von orangefarben sprachlich nicht voneinander unterscheiden, entwickelten die städtischen Öffentlichkeitsarbeiter hieraus das Bildmotiv: viele Orangen. Der Zusammenhang zwischen ihm, dem Slogan „Ich mag die Orangen“ und der Abfallwirtschaft Stuttgart ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Dies erhöht die Aufmerksamkeit: Überall Orangen bei den Orangen des Eigenbetriebs AWS. Als kostenlose Werbeträger werden die Abfall- und Reinigungsfahrzeuge genutzt, die in den nächsten Wochen nach und nach plakatiert werden. Im Laufe der Zeit werden zirka 80 Müll- und Reinigungsfahrzeuge ausgestattet.
In einer zweiten Phase der Sympathiekampagne kommen Anfang 2011 Botschaften und Informationen, etwa zum Service, hinzu. Fotos zeigen dann Mitarbeiter des Eigenbetriebs AWS bei den unterschiedlichsten Arbeiten. Der Slogan wird jeweils passend ergänzt:
Ich mag die Orangen, weil sie keinen Schnee von gestern kennen.
Ich mag die Orangen, weil sie so ordentlich sind. Usw.
Zum Start der Werbeaktion präsentiert sich der Eigenbetrieb AWS am Samstag,
2. Oktober 2010, auf dem Schlossplatz mit einer Leistungsschau. Von 11 bis 16 Uhr haben die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, einen Blick in Abfall- und Reinigungsfahrzeuge zu werfen und sich über deren Einsatz zu informieren. Zu gewinnen gibt es auch etwas.
Auch an eine Evaluation der Aktion ist gedacht. So werden am Samstag, 2. Oktober, Fragebögen ausgegeben, um festzustellen, wie bekannt der Eigenbetrieb AWS ist und wie die Bürger und damit die Gebührenzahler seine Arbeit bewerten. Ende 2011 soll diese Befragung wiederholt werden, um zu schauen, ob sich die Sympathiekampagne ausgewirkt hat.
Der Slogan und das Werbemotiv sind urheberrechtlich geschützt.


